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Oboe (französisch hautbois: hohes oder lautes Holz), in Frankreich entstandenes wichtigstes Instrument der Holzbläsergruppe im Orchester, bestehend aus einem schnabelförmig zugeschnittenen Doppelrohrblatt als Mundstück, dreiteiliger Hartholzröhre mit enger konischer Bohrung und einem komplizierten Griffloch- und Klappen-mechanismus mit bis zu 23 Klappen. Durch den Atem des Bläsers werden die Rohrblätter in Schwingung versetzt, wodurch ein obertonreicher, durch-dringender Klang entsteht. Der Tonumfang der modernen Oboe beträgt zweieinhalb Oktaven. Größere Formen der Oboe sind das Englischhorn, das eine Quinte, und die Oboe d‘amore, die eine kleine Terz tiefer als die Oboe steht. Der Klang der Oboe ist ausdrucksstark und klingt je nach Bläserschule und nationaler Tradition von nasal-hell bis dunkel-samtig. Vom äußerst weichen Klangcharakter der Barockoboe entwickelte sich der Ton immer weiter zu dem genaueren Ton der modernen Oboe, die dadurch ein differenzierteres Spiel zulässt, da sie über mehr dynamische Möglichkeiten verfügt und auch schnelles Staccato vereinfacht.
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