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Violine [italienisch, „kleine Viola“], oder Geige, Sopraninstrument der Violin-Familie, die sich aus der Viola da Braccio entwickelte. Sie vereinigt Merkmale der Fidel, des Rebec und der Lira und ist seit dem 18. Jahrhundert das führende Streichinstrument. An der Entwicklung der Violine waren neben italienischen auch deutsche, österreichische und französische Meister beteiligt. Der Korpus (Resonanzkasten) besteht aus dem Boden, den Zargen und der Decke mit den F-Löchern; ein Holzstäbchen - der Stimmstock - im Korpus zwischen den F-Löchern hat eine Stützfunktion als Verbindung von Decke und Boden, die Stellung des Stimmstocks ist für den Klang der Violine sehr wichtig. Unterhalb der tiefsten Saite verläuft der Bassbalken, dem ebenfalls eine akustische Funktion zukommt. An einem Knopf der Unterzarge ist der Saitenhalter aufgehängt. Oben am Korpus ist der Hals angebracht, auf den das Griffbrett geleimt ist und der in den Wirbelkasten mit den Wirbeln und der Schnecke ausläuft. Die Saiten (g, d′, a′, e″) laufen vom Saitenhalter über den Steg zu den Stimmwirbeln. Zum Streichen dient der Violinbogen.
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